Veröffentlicht am Kommentar hinterlassen

DruckNavi 3D: Wie aus Frust ein eigener 3D-Druck-Service für WooCommerce entstand

Das System hinter diesem Ablauf trägt den Namen:

DruckNavi 3D

DruckNavi 3D ist ein eigens entwickeltes WooCommerce-Plugin für 3D-Druck-Dienstleister. Es soll den Weg von der digitalen Datei bis zur fertigen Bestellung deutlich vereinfachen – sowohl für Kunden als auch für Shopbetreiber.


Wie die Idee zu DruckNavi 3D entstanden ist

Die Entwicklung begann nicht mit einem fertigen Geschäftsplan, sondern mit einer frustrierenden Erfahrung.

Ich war auf einer Plattform registriert, über die 3D-Druckaufträge an verschiedene Anbieter vermittelt wurden. Sobald ein neuer Auftrag eingestellt wurde, erhielt ich eine Benachrichtigung per E-Mail.

Das Problem: Obwohl ich häufig direkt auf die Nachricht reagierte, war der Auftrag bereits vergeben.

Benachrichtigung erhalten, sofort geklickt – und trotzdem zu spät.

Nach mehreren solcher Situationen stellte ich mir eine einfache Frage:

Warum soll ich dauerhaft von einer fremden Plattform und der Reaktionsgeschwindigkeit anderer Anbieter abhängig sein?

Craft & Design verfügt bereits über einen eigenen Onlineshop, eigene 3D-Drucker, vorhandene Produktionsabläufe und Erfahrung mit individuellen Projekten. Was noch fehlte, war eine direkte Verbindung zwischen der Datei des Kunden und einer bestellbaren WooCommerce-Position.

Aus dieser Überlegung entstand DruckNavi 3D.

Anstatt auf fremde Aufträge zu warten, sollte der eigene Shop Kunden ermöglichen, ihren individuellen Druck direkt anzufragen oder zu bestellen.


Was ist DruckNavi 3D?

DruckNavi 3D ist ein WooCommerce-Plugin für Onlineshops, die individuelle 3D-Drucke anbieten möchten.

Das Plugin verbindet mehrere Arbeitsschritte in einem gemeinsamen Ablauf:

  • Upload einer 3D-Datei
  • Analyse des hochgeladenen Modells
  • Auswahl des Materials
  • Auswahl von Farbe und Druckeinstellungen
  • automatische oder geschätzte Preisberechnung
  • Übergabe an den WooCommerce-Warenkorb
  • Checkout über die vorhandenen Zahlungs- und Versandmethoden
  • Speicherung der Konfiguration in der Bestellung

Damit wird aus einem individuellen Kundenmodell eine reguläre WooCommerce-Bestellung.

Der Kunde muss nicht erst herausfinden, welche Informationen per E-Mail benötigt werden. Der Shopbetreiber erhält die relevanten Angaben strukturiert zusammen mit dem Auftrag.


So einfach funktioniert der 3D-Druck-Service

Der Bestellprozess wurde bewusst verständlich aufgebaut.

1. 3D-Datei hochladen

Der Kunde lädt seine vorhandene Modelldatei direkt über den Konfigurator hoch.

Je nach freigeschalteter Version und technischer Unterstützung können beispielsweise folgende Formate verarbeitet werden:

  • STL
  • 3MF
  • OBJ
  • später weitere geeignete Formate

Die Datei muss nicht erst separat per E-Mail versendet werden. Sie bleibt direkt mit der Konfiguration und der späteren Bestellung verknüpft.

2. Modell analysieren

Nach dem Upload werden technische Daten des Modells ermittelt oder für die Kalkulation vorbereitet.

Dazu können unter anderem gehören:

  • Abmessungen
  • Modellvolumen
  • geschätztes Gewicht
  • Materialbedarf
  • mögliche Größenüberschreitungen
  • weitere druckrelevante Werte

Die Analyse hilft dabei, aus einer reinen Datei eine nachvollziehbare Kalkulationsgrundlage zu erstellen.

3. Material und Einstellungen wählen

Anschließend kann der Kunde die verfügbaren Optionen auswählen.

Dazu gehören je nach Angebot:

  • Material
  • Farbe
  • Druckqualität
  • Schichthöhe
  • Füllung beziehungsweise Infill
  • Menge
  • weitere Zusatzoptionen

Der Shopbetreiber bestimmt selbst, welche Materialien, Farben und Konfigurationen im eigenen Shop angeboten werden.

4. Preis berechnen lassen

Auf Grundlage des Modells und der gewählten Einstellungen wird ein Preis berechnet beziehungsweise geschätzt.

Dabei können verschiedene Kalkulationsbestandteile berücksichtigt werden:

  • Materialverbrauch
  • Maschinenzeit
  • Grundkosten
  • Einrichtungsaufwand
  • Qualitätsstufe
  • Infill
  • Zusatzleistungen
  • Mindestpreise
  • individuelle Aufschläge

Die Berechnung wird nicht nur optisch im Browser angezeigt. Für einen sicheren Einsatz muss der Preis auch serverseitig geprüft werden, bevor die Position in den Warenkorb gelangt.

5. Direkt über WooCommerce bestellen

Wenn alle Angaben stimmen, kann der Kunde seinen individuellen Druck in den Warenkorb legen.

Danach läuft der Bestellprozess über die vorhandene WooCommerce-Umgebung weiter:

  • Warenkorb
  • Versandart
  • Rechnungs- und Lieferadresse
  • Zahlungsmethode
  • Bestellbestätigung
  • Auftragsverwaltung

Bestehende WooCommerce-Strukturen müssen damit nicht vollständig ersetzt werden. DruckNavi 3D erweitert den Shop um den 3D-Druck-Konfigurator und die dazugehörige Kalkulationslogik.


Warum dieser Ablauf für Kunden einfacher ist

Ein individueller 3D-Druck wirkt auf viele Interessenten zunächst technisch kompliziert.

Häufig stellen sich Fragen wie:

  • Welche Datei muss ich hochladen?
  • Welches Material ist geeignet?
  • Wie teuer wird der Druck?
  • Muss ich erst ein Angebot anfordern?
  • Wie lange dauert die Rückmeldung?
  • Kann ich den Auftrag direkt bezahlen?

Ein klar geführter Konfigurator reduziert diese Unsicherheit.

Der Kunde wird Schritt für Schritt durch den Prozess geführt und erhält direkt eine Übersicht über seine Auswahl. Das senkt die Hürde, eine individuelle Anfrage tatsächlich abzuschließen.

Statt mehrerer Nachrichten entsteht ein strukturierter Bestellvorgang.


Vorteile für 3D-Druck-Dienstleister

DruckNavi 3D wurde zunächst für den eigenen 3D-Druck-Service von Craft & Design entwickelt. Während der Umsetzung wurde jedoch schnell deutlich, dass viele andere Anbieter vor denselben Herausforderungen stehen.

Individuelle Anfragen bedeuten häufig:

  • Dateien aus E-Mails herunterladen
  • fehlende Informationen nachfordern
  • Material und Farbe manuell klären
  • Maße kontrollieren
  • Preise von Hand berechnen
  • Angebote erstellen
  • Zahlungslinks versenden
  • Konfigurationen manuell einer Bestellung zuordnen

Ein Teil dieser Arbeit lässt sich automatisieren.

Weniger manuelle Rückfragen

Wenn Pflichtangaben direkt im Konfigurator abgefragt werden, erhält der Anbieter vollständigere Anfragen.

Schnellere Preisermittlung

Eine festgelegte Kalkulationslogik sorgt für einheitlichere Preise und reduziert wiederkehrende manuelle Berechnungen.

Bestellungen im eigenen Shop

Die Kundenbeziehung bleibt beim jeweiligen Anbieter. Der Auftrag wird nicht über eine externe Vermittlungsplattform vergeben.

Eigene Preise und Materialien

Jeder Shopbetreiber entscheidet selbst über:

  • Materialpreise
  • Mindestpreise
  • verfügbare Farben
  • Qualitätsstufen
  • Aufschläge
  • angebotene Leistungen

Nutzung vorhandener WooCommerce-Prozesse

Zahlungen, Gutscheine, Versandregeln und Bestellungen können weiterhin über WooCommerce abgewickelt werden.

Das Ziel ist nicht, WooCommerce zu ersetzen, sondern es für den individuellen 3D-Druck zu erweitern.


Der Unterschied zwischen DruckNavi 3D und einem einfachen Upload-Formular

Ein Datei-Upload allein ist noch kein vollständiger 3D-Druck-Service.

Ein einfaches Formular übermittelt lediglich eine Datei und einige Kontaktdaten. Danach beginnt die eigentliche Arbeit weiterhin manuell.

DruckNavi 3D soll deutlich mehr Schritte miteinander verbinden:

  1. Datei empfangen
  2. Modellwerte erfassen
  3. Kundenoptionen abfragen
  4. Preis ermitteln
  5. Konfiguration speichern
  6. Produkt in den Warenkorb legen
  7. Bestellung über WooCommerce abschließen

Deshalb ist die Bezeichnung 3D-Druck-Konfigurator zwar verständlich, beschreibt aber nur einen Teil des Systems.

DruckNavi 3D soll langfristig ein vollständiges 3D Print Commerce System für WooCommerce werden.


Die nächste große Erweiterung: Slicer-gestützte Kalkulation

Die bisherige Kalkulation kann Modellabmessungen, Volumen, Materialfaktoren und weitere hinterlegte Werte berücksichtigen.

Für eine noch präzisere Berechnung wird jedoch ein echter Slicing-Prozess benötigt.

Ein Slicer kann unter anderem genauer ermitteln:

  • tatsächlichen Filamentverbrauch
  • geschätzte Druckzeit
  • Supportmaterial
  • Anzahl der Schichten
  • Wandlinien
  • Infill-Anteil
  • Druckgeschwindigkeit
  • Materialwechsel
  • weitere produktionsrelevante Werte

Die Slicer-gestützte Live-Kalkulation ist deshalb die nächste große Entwicklungsstufe von DruckNavi 3D.

Das Ziel besteht darin, die Kalkulation stärker an realen Druckprofilen auszurichten. Dadurch sollen Shopbetreiber ihre Preise noch genauer auf Materialverbrauch, Maschinenzeit und Produktionsaufwand abstimmen können.

Diese Funktion befindet sich in Entwicklung und wird vor einer produktiven Freigabe ausführlich getestet.


Warum die Testphase wichtig ist

Ein Plugin für 3D-Druck-Shops kann nicht ausschließlich in einer einzelnen Testumgebung entwickelt werden.

WooCommerce-Shops unterscheiden sich unter anderem durch:

  • eingesetztes Theme
  • WordPress-Version
  • WooCommerce-Version
  • Checkout-System
  • Zahlungsanbieter
  • Versandplugins
  • Caching
  • Sicherheitsplugins
  • Serverkonfiguration
  • PHP-Version
  • weitere Erweiterungen

Deshalb soll DruckNavi 3D vor der späteren Bezahlphase in mehreren realen Shops getestet werden.

Dabei geht es nicht nur darum, technische Fehler zu finden. Wichtig ist auch das Feedback aus dem Arbeitsalltag:

  • Ist die Einrichtung verständlich?
  • Sind die Kalkulationseinstellungen ausreichend?
  • Welche Materialien fehlen?
  • Welche Angaben benötigen Shopbetreiber zusätzlich?
  • Ist der Kundenprozess nachvollziehbar?
  • Welche Funktionen sparen tatsächlich Zeit?
  • Wo entstehen neue Rückfragen?
  • Welche Erweiterung wird am dringendsten benötigt?

Dieses Feedback soll direkt in die Weiterentwicklung einfließen.


Wer kann DruckNavi 3D testen?

Gesucht werden insbesondere Betreiber eines bestehenden WooCommerce-Shops im 3D-Druck-Bereich.

Sinnvoll ist der Testzugang beispielsweise für:

  • gewerbliche 3D-Druck-Dienstleister
  • kleinere Maker-Unternehmen
  • Anbieter individueller Ersatzteile
  • Prototyping-Dienstleister
  • Shops für kundenspezifische Bauteile
  • lokale 3D-Druck-Services
  • Creator mit eigenem WooCommerce-Shop

Für den Test sollten idealerweise folgende Voraussetzungen vorhanden sein:

  • eine bestehende WordPress-Installation
  • ein aktiver WooCommerce-Shop
  • ein reales oder geplantes 3D-Druck-Angebot
  • Bereitschaft zu ehrlichem Feedback
  • Möglichkeit, das Plugin zunächst in einer Staging-Umgebung zu testen

Wie lange kann das Plugin getestet werden?

Für ausgewählte Tester ist aktuell eine kostenlose Testphase von ungefähr zwei bis vier Wochen vorgesehen.

In diesem Zeitraum soll das Plugin im eigenen WooCommerce-Shop geprüft werden.

Der Test dient dazu:

  • Fehler zu erkennen
  • unterschiedliche Shopumgebungen zu prüfen
  • den Einrichtungsprozess zu verbessern
  • Kalkulationsmodelle zu vergleichen
  • fehlende Funktionen zu identifizieren
  • die spätere Bezahlversion vorzubereiten

Die genaue Dauer und der Funktionsumfang können je nach Entwicklungsstand und Shopumgebung abgestimmt werden.

Wichtig: Ein Test sollte nach Möglichkeit zunächst in einer Staging- oder Testumgebung stattfinden und nicht unkontrolliert im laufenden Live-Shop installiert werden.


So kannst du dich als Tester melden

Wer DruckNavi 3D testen möchte, kann sich direkt bei Craft & Design melden.

Am einfachsten:

Kommentiere unter dem zugehörigen Beitrag mit „ICH TESTE“.

Alternativ ist eine direkte Nachricht möglich.

Weitere Informationen zum Plugin und zur Lizenzierung werden unter folgender Adresse bereitgestellt:

license.craftunddesign.de

Für die Auswahl der Tester sind insbesondere folgende Informationen hilfreich:

  • Adresse des WooCommerce-Shops
  • Art des 3D-Druck-Angebots
  • verwendete Materialien
  • ungefährer Umfang der Bestellungen
  • eingesetzte WordPress- und WooCommerce-Version
  • vorhandene Staging-Umgebung
  • besondere Anforderungen an die Kalkulation

Die langfristigen Ziele von DruckNavi 3D

DruckNavi 3D soll nicht bei einem Datei-Upload mit Preisberechnung stehen bleiben.

Langfristig ist eine modulare Lösung für professionelle 3D-Druck-Shops geplant.

Zu den möglichen Entwicklungszielen gehören:

Präzisere Slicer-Integration

Reale Druckprofile sollen für Material- und Zeitberechnungen verwendet werden können.

Unterschiedliche Drucktechnologien

Neben FDM könnten später weitere Kalkulationsmodelle vorbereitet werden, beispielsweise für Resin- beziehungsweise SLA-Druck.

Mehrere Druckerprofile

Shopbetreiber sollen unterschiedliche Maschinen, Düsendurchmesser, Geschwindigkeiten und Produktionskosten hinterlegen können.

Erweiterte Materialverwaltung

Materialien, Farben, Einkaufspreise, Verkaufspreise und Verfügbarkeiten sollen zentral gepflegt werden können.

Produktionsstatus

Kunden könnten künftig besser nachvollziehen, ob sich ihr Auftrag beispielsweise in Prüfung, Vorbereitung, Druck, Nachbearbeitung oder Versand befindet.

Automatisierte Dateiprüfung

Modelle könnten auf auffällige Abmessungen, mögliche Defekte oder nicht unterstützte Eigenschaften geprüft werden.

Angebots- und Bestellmodus

Neben der direkten Bestellung soll auch eine manuelle Prüfung für komplexe oder besonders große Modelle möglich bleiben.

Bessere Auftragsverwaltung

Shopbetreiber sollen alle relevanten Konfigurationen, Dateien und Produktionsinformationen direkt in der WooCommerce-Bestellung finden.

Skalierbare Lizenzmodelle

Geplant ist eine Struktur, die sowohl kleinere Einzelunternehmen als auch größere 3D-Druck-Dienstleister abbilden kann.

Welche Funktionen tatsächlich priorisiert werden, hängt stark vom Feedback der Testnutzer ab.


Ein Plugin aus der Praxis für die Praxis

DruckNavi 3D entstand nicht als theoretisches Softwareprojekt.

Der Ausgangspunkt war ein konkretes Problem aus dem Alltag eines 3D-Druck-Dienstleisters:

  • Abhängigkeit von externen Plattformen
  • schnell vergebene Aufträge
  • manuelle Angebotsprozesse
  • wiederkehrende Rückfragen
  • fehlende direkte Bestellmöglichkeit im eigenen Shop

Die erste Lösung wurde für Craft & Design entwickelt.

Der nächste Schritt besteht darin, das System gemeinsam mit anderen 3D-Druck-Unternehmen weiterzuentwickeln.

Das Ziel ist ein Werkzeug, das den individuellen 3D-Druck für Kunden verständlicher und für Anbieter wirtschaftlich besser handhabbar macht.


Fazit: Der eigene 3D-Druck-Service direkt im WooCommerce-Shop

Mit DruckNavi 3D soll der Bestellprozess für individuelle 3D-Drucke deutlich einfacher werden.

Kunden können ihre Datei hochladen, das gewünschte Material auswählen, einen Preis erhalten und direkt bestellen. Shopbetreiber behalten ihre eigenen Kunden, ihre eigenen Preise und ihre vorhandene WooCommerce-Infrastruktur.

Aus einer frustrierenden Erfahrung mit schnell vergebenen Plattformaufträgen ist damit ein eigenes System entstanden.

Und die Entwicklung steht erst am Anfang.

Die nächsten Schritte sind:

  • Tests in realen WooCommerce-Shops
  • Verbesserung der Kalkulation
  • Ausbau der Administrationsfunktionen
  • Slicer-gestützte Preisberechnung
  • weitere Automatisierung des Produktionsablaufs

Du betreibst einen WooCommerce-Shop im 3D-Druck-Bereich und möchtest DruckNavi 3D testen?

Kommentiere mit „ICH TESTE“ oder melde dich direkt bei Craft & Design.

Weitere Informationen:

license.craftunddesign.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert